Mit der Ernte müssen wir den Grundstein fürs neue Jahr überlegen.

Ist der Hunger auf die Äpfel im Winter auch groß, so haben die Bäume bei den meisten
Siedlern ein schweres Los.
Durch den Umbau der Gärten von starker Wirtschaft in eher extensive Streuobstwiesen
nagen unsere Äpfel buchstäblich am Hungertuch!!!!!
Um genau dem zu begegnen hier ein Paar Tipps
für den Winter und das zeitige Frühjahr:

Ernährungsstörungen an Apfelfrüchten

Stippigkeit

Stippigkeit


Sowohl an sommerreifenden Äpfeln als auch an Früchten von Herbstsorten fallen vielerorts zahlreiche dunkle Flecken auf der Fruchthaut auf, die weit in das Fruchtfleisch hinein reichen. Das Gewebe ist trocken und leicht verhärtet. Manchmal tritt diese Stippigkeit erst im Laufe der Einlagerung auf. Betroffene Äpfel können verzehrt werden, stärker durchsetzte Früchte haben aber einen bitteren Geschmack und sind ungenießbar.
Ursache ist eine Ernährungsstörung. Vor allem wechselhaftes Wetter führt zu ungleichmäßiger Wasser- und damit Nährstoffstoffaufnahme. Das Verhältnis von Kalium und Magnesium zu Calcium sowie Stickstoff zu Calcium ist bei der Aufnahme gestört. Aber auch zu starker Frühjahrsschnitt der Apfelbäume kann die Harmonie der Nährstoffversorgung im Baum durcheinander bringen. Dies führt im Folgejahr häufig zu wenigen großen Früchten, die meist „stippig" sind.
Deshalb sollten stark von Stippigkeit betroffene Bäume in den nächsten Jahren erst einmal vorwiegend im Sommer geschnitten werden. Darüber hinaus ist insbesondere im Frühjahr Bodentrockenheit zu vermeiden, um vorhandene Nährstoffe auch für den Baum verfügbar zu machen. Auf ausgewogene Düngung ist zu achten. Eine Stickstoffüberdüngung ist zu vermeiden, der Boden sollte gut mit Kalk versorgt sein, ggf. kann kohlensaurer Kalk gestreut werden.

Glasigkeit

Glasigkeit

Auch die Glasigkeit von Äpfeln wird durch einseitige Stickstoffdüngung und übertrieben starken Schnitt, der zu intensiver Laubentwicklung und Ausbildung weniger großer Früchte führt, gefördert.
Äußerlich unversehrte Früchte weisen im Inneren stark wässrig durchscheinende Partien des Fruchtfleisches auf. Besonders betroffen sind große Früchte, bzw. die Früchte sind oft schwerer als normale. Derart geschädigte Früchte sind häufig auffallend süß.. Beim Aufschneiden tropft reichlich Saft heraus. Eine
überdurchschnittlich rasche Umwandlung der Stärke in Zucker in den Früchten führt zur Glasigkeit. Die Anfälligkeit ist Sorten- und Standortabhängig. In trockenen Jahren mit hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung kommt es vermehrt zur Glasigkeit in den Früchten.
Ausgewogene Düngung im Frühjahr und ein sachgerechter Schnitt, evtl. nur im Sommer, wirkt Glasigkeit
entgegen. In Trockenzeiten sollte durchdringend und wiederholt gewässert werden.
Glasige Früchte sind kaum lagerfähig, da sie später meist zur Fleischbräune neigen. Eine Verwertung der
Früchte ist aber ohne Bedenken möglich, zumal sie meist besonders süß schmecken.

Sauerkirschbäume zeigen verschiedene Blattflecken, die durch Pilze hervorgerufen
werden, wie z.B. die Sprühfleckenkrankheit. Eine direkte Bekämpfung ist jetzt nicht mehr sinnvoll. Vorbeugend sollten Sauerkirschen gründlich ausgelichtet werde, um eine gute Luftzirkulation in der Krone und damit ein schnelles Abtrocknen der Blätter zu erreichen. Gleichzeitig müssen an den Zweigen verbliebene Früchte entfernt werden, um den Befallsdruck mit Fruchtfäule zu verringern.

Kalk:

Er verbessert in erster Linie die Eigenschaften des Bodens. Er bindet schädliche Säuren, insbesondere Oxalsäure,fördert die Umsetzung organischer Substanzen, macht Nährstoffe aus Tonkolloiden verfügbar und
verbessert durch Krümelbildung die Bodengare.
In der Pflanze steigert Kalk die Zellteilung, begünstigt die Wurzelbildung, hilft beim Aufbau von                  Kohlenhydraten , schützt die Zellwände und fördert den Keimungsvorgang.
Mangel:
Blattspitzen und Ränder trocknen ein und reißen auf.
Endknospen sterben ab.
Siehe Früchte!!!!

Kali:

Ist eine Oxidform des Kaliums, findet mn in allen Pflanzen gelöst. Gute Versorgung erhöht die Standfestigkeit Winterhärte und Widerstandfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge, wirkt wassersparend und begünstigt den Kreislauf, sorgt für Blüten-und FruchtBildung.
Geringer Mangel bleibt oft unbemerkt, vermindert jedoch schon den Ertrag und die Qualität.
Bei starkem Mangel verfärben sich die älteren Blätter vom Rand her gelbbraun,
verdorren und fallen ab.
Achtung!
Auf Sandböden leicht ausgewaschen, in lehmhaltigen oder humosen Böden länger festgehalten. Dort reichlich düngen, damit die Pflanze ihren bedarf decken kann.
Falls wir keinen Mist oder Kompost geben, dann alle 3 bis 5 Jahre im Herbst, chloridhaltigen Kali geben .15 bis 25 g /m²
Der Bedarf an reinem Kali beträgt im Jahr 10 bis 36g/m².
Allergrößte Bedeutung für Bäume im Rasen ohne Baumscheibe hat die Spätherbst bis Frühjahrsdüngung, von der die Gräserwurzeln nur einen sehr geringen Teil verbrauchen , insbesondere an Stickstoff.

Weiteres im nächsten Siedlerbrief.
Ihr gartenfachberater

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